Schülerforschungszentrum Bad Saulgau
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Schülerforschungszentrum
(SFZ)



  • Entstehungsgeschichte

    Die Förderung naturwissenschaftlicher Begabung am Störck-Gymnasium in Bad Saulgau hat eine lange Tradition. Dadurch entwickelte sich im Laufe der Jahre an dieser Schule und in der ganzen oberschwäbischen Region bei Schülern, Lehrern und Eltern eine breite Akzeptanz für die Förderung naturwissenschaftlich interessierter Schülerinnen und Schüler.

    Im November des Jahres 1994 strömten etwa 5000 Besucher zu den Tagen der Physik ins Störck-Gymnasium. Anlass für diese Tage der Physik waren die Erfolge des Bad Saulgauer Schülers Carsten Geckeler, der gleich bei drei aufeinanderfolgenden Internationalen Physikolympiaden in Williamsburg (USA), Peking und Australien mit zwei Gold- und einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde.

    Mit dieser Veranstaltung sollte die Wichtigkeit des naturwissenschaftlichen Unterrichts verdeutlicht werden und gleichzeitig aufgezeigt werden, dass Kreativität nicht nur im Bereich der musischen Fächer gefragt ist, sondern für eine hochtechnisierte Gesellschaft auch in den Naturwissenschaften.

    Einen wichtigen Anschub in der Fläche zur Förderung begabter Schüler brachte in Baden-Württemberg das Programm der Landesregierung Förderung besonders befähigter Schüler. Im Rahmen dieses Projekts sind einige bedeutende Seminare und Akademien entstanden (z.B. Freiburgseminar, Hochrhein-Seminar). Das Störck-Gymnasium und der ganze oberschwäbische Raum waren in diese Begabtenförderung von Angang an eingebunden.

    Die Homepage macht deutlich, welche Vielfalt sich in unseren Aktivitäten entwickelt hat. Wenn ich von uns spreche, dann schließe ich alle meine unermüdlichen Mitstreiter und Freunde ein: StD Bernd Kretschmer vom Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach, Dr. Alexander Urban vom Kepler-Seminar in Stuttgart und Peter Breitfeld vom Störck-Gymnasium in Bad Saulgau.

  • Schulübergreifende Begabtenförderung hat Zukunft!

    Da einzelne Schulen nur in seltenen Fällen genügend viele Schüler mit besonderer naturwissenschaftlicher Begabung aufweisen können, richtete ich in den vergangenen Jahren schulübergreifende Physik-Arbeitsgemeinschaften (Ravensburg, Ulm) ein, an denen jeweils Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien zwischen Ulm und Bodensee teilnahmen.

  • International Young Physicists' Tournament (IYPT)

    Eine besondere Aufmerksamkeit verdient das IYPT.

    Die alljährlich weltweit ausgeschriebenen IYPT-Projekte bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, junge Naturforscher zu fördern.

    Eigenart des IYPT

    • Keine vorgedachten Aufgaben, sondern offene, wissenschaftliche, oft fachübergreifende Projekte
    • 17 physikalisch-technische Projekte werden etwa 6 Monate lang erforscht
    • Keine Einzelkämpfer in Klausuren, sondern spannender wissenschaftlicher Wettstreit im Team
    • Die Teams brauchen Theoretiker und Experimentatoren, Generalisten und Spezialisten
    • Entwicklung theoretischer Modelle mit begründeten Vereinfachungen und Durchführung von Experimenten: Problemlöser!

  • Realisierung eines SFZ

    Die Förderung junger Naturwissenschaftler an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg und die Erfolge bei internationalen Wettbewerben blieben nicht verborgen.

    Dr. Dreisigacker, neuer Geschäftsführer der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, schreibt im April 99:

    ... Nach einer Satzungsänderung kann die Stiftung jetzt nicht nur Forschung, sondern auch Ausbildung fördern. Bei der Suche nach sinnvollen Ansätzen kommt immer wieder die Schule ins Blickfeld. Die Stiftung ist bereit, gute Ideen aus und an Schulen in Modellprojekten zu fördern. In diesem Zusammenhang suchen wir den Kontakt zu engagierten Leuten aus der Praxis, die uns beraten und Vorschläge machen. Beim Stichwort engagierte Lehrer denken wir immer wieder an Sie. ...

    Bestärkt durch die großartigen Leistungen zahlreicher Schüler in Physikolympiaden und deutscher Schülerteams bei den IYPTs und bestärkt durch meine vielen Freunde, die mich in allen Aktivitäten so tatkräftig unterstützen, schlug ich der Heraeus-Stiftung und weiterer wichtiger Partner die Einrichtung eines Schülerforschungszentrums (SFZ) am Störck-Gymnasium in Bad Saulgau vor.

  • Basis des SFZ

    Grundlage dieses Schülerforschungszentrums bilden vor allem die Projekte des International Young Physicists' Tournament  (IYPT). Diese Projekte aus Physik und Chemie werden im SFZ für die Vorbereitung auf das IYPT selbst, aber auch im Rahmen von Jugend forscht-Arbeiten theoretisch und experimentell bearbeitet. Forschungsaufgaben im SFZ eignen sich für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 zudem als besondere Lernleistungen (Seminarfach).

    Neben diesen Forschungsaufgaben bekommen die Teilnehmer auch Grundlagen und Unterstützung für die Aufgaben der Auswahlrunden in den Internationalen Physik- und Chemieolympiaden.

    In diesem Schuljahr kommen auch Schülerinnen und Schüler auf ihre Kosten, die sich gerne mit kniffligen mathematischen Problemstellungen befassen wollen.

    Auch Informatik und Robotics nehmen einen wachsenden Raum im SFZ ein und stellen neue spannende Herausforderungen an die Jungforscher.

  • Organisation des Schülerforschungszentrums

    Das SFZ wird von folgenden Partnern getragen und unterstützt:

    • Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Hanau
    • Stiftung für Bildung und Behindertenförderung, Stuttgart
    • Kinzelmann-Stiftung, Bad Saulgau
    • Universität Ulm
    • Kultusministerium Baden-Württemberg
    • Stadt Bad Saulgau

  • Was bringt Schülerinnen und Schülern das SFZ?

    Dieses Netzwerk ermöglicht es Jugendlichen, die sich gerne mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen befassen möchten, alle Phasen einer Forschungsarbeit zu durchlaufen: Literaturrecherche; Gespräche mit Experten aus Schule, Universität und Wirtschaft; experimentelle Realisierung.

    An der Universität Ulm tauschen sich die Projektgruppen mit den Wissenschaftlern verschiedener Forschungsabteilungen aus. Dort werden die Schülerinnen und Schüler auch weitergehende Literaturrecherchen durchführen können und umfangreiche theoretische sowie experimentelle Unterstützung bei ihren Problemen erhalten, die sie mit schulischen Mitteln nicht mehr lösen können.

    Zusätzlich im Programm des SFZ sind Institutsbesuche bei verschiedenen Forschungszentren und Vorträge von Wissenschaftlern. Auch Seminare über Wochenenden oder in den Ferien werden angeboten.

  • Was sollten Schülerinnen und Schüler können?

    Schülerinnen und Schüler, die sich gerne mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auch in ihrer Freizeit beschäftigen und zudem in Mathematik nicht gänzlich unbewandert sind, finden im SFZ die notwendige Unterstützung und Freunde, mit denen Forschen zu einem spannenden Erlebnis werden kann.

    Es werden also nicht nur die Überflieger gesucht, sondern vor allem leistungsbereite und neugierige Jugendliche.

    In der Regel sollten die Teilnehmer bereits in der Oberstufe des Gymnasiums sein. Bei besonderem Interesse ist die Teilnahme am SFZ auch für Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 10 denkbar.

  • Projektleiter

  • Wichtig!

    Aktuelle Informationen werden regelmäßig über diese Homepage mitgeteilt.



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erstellt von Rudolf Lehn: rlehn@mathematik.uni-ulm.de http://www.sfz-bw.de