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Das IYPT - ein außergewöhnlicher Wettbewerb
Impressionen
"`We like to hear your report of problem number four: Electron beam, verkündete während einer Ausscheidungsrunde ("Physics Fight") beim 10. Internationalen Turnier junger Physiker der Käpten des ukrainischen Teams aus Odessa. Die Schülermannschaft aus der Ukraine stellte in dieser Runde die Opponenten. "Rejected", antworteten nach kurzer Bedenkzeit die Reporter aus Ungarn. "Then we challenge you with problem number eight: Floatation". Janos, Käpten der ungarischen Mannschaft, meldete: "accepted!". Die Aufgabe lautete: "A piece of chocolate, which is dropped into a glass of soda water, periodically sinks and goes back to the surface. Investigate the dependence of the period of these oscillations on variuos parameters." Anders als bei den bekannten Physikolympiaden, deren Teilnehmer als Einzelkämpfer in Klausuren vorgedachte Aufgaben lösen, treten die Kontrahenten in diesem lebendigen wissenschaftlichen Wettstreit im Team an. Die Mannschaften präsentieren und verteidigen vor den kritischen Augen einer internationalen Jury ihre Lösungsvorschläge zu 17 anspruchsvollen physikalischen und technischen Projekten, die sie seit einem halben Jahr experimentell und/oder theoretisch erforscht haben. Alle Informationsquellen sind zugelassen: intensive Literaturrecherchen in Universitätsbibliotheken, Gespräche mit Experten der Hochschulen und der Industrie. Es liegt in der Absicht der Organisatoren, die Schüler an eigenständige Forschungsarbeit heranzuführen. In den "Physics Fights" stehen sich jeweils drei Mannschaften von je fünf Schülern gegenüber. Die Verhandlungssprache ist Englisch. Nach dem Reglement fordert die Mannschaft der "Opponenten" die Mannschaft der "Reporter" heraus, indem sie zum Beispiel einen Bericht über Problem 8 "Floatation" verlangt. Nur zweimal dürfen die Reporter ohne Punktverlust ablehnen. Nach dem Report hat der Opponent die Aufgabe, Fehler und Lücken der vorgetragenen Lösung aufzuzeigen. Dabei soll der Opponent nicht seine eigenen Forschungsergebnisse präsentieren. Schlie"slich soll die dritte Mannschaft als "Reviewer" im Vergleich beurteilen, wie gut Reporter und Opponent sich und die Aufgabe dargestellt haben. In einem "Physics Fight" übernimmt jede der drei Mannschaften einmal die Rolle des Reporters, Opponenten und Reviewers. Kaum ein anderer Wettbewerb fördert in so hohem Maß neben Kreativität die Einsatzbereitschaft und die Kommunikation. In den spannungsvollen und teilweise hitzig geführten Debatten begegnen sich die Mannschaften sehr offen und mit beachtenswerter Fairness. Der ehemalige DPG-Präsident, Prof. Herwig Schopper war während des gesamten Turniers als kritischer Beobachter und Jury-Mitglied dabei. In seinem Plenarvortrag hob er die richtungsweisende Bedeutung dieses Internationalen Turniers junger Physiker hervor:
To become a successful physicist:
Er kam zu dem bemerkenswerten Schluss: "Tournament is an excellent enterprise to learn these qualities".
Bisher haben deutsche Schüler viermal an diesem Physik-Turnier teilgenommen. Einmal wurde eine deutsche Mannschaft Gesamtsieger und zweimal errang sie den 2. Platz. Beim 11. Internationalen Turnier junger Physiker war Deutschland Gastgeber. Physikbegeisterte Schüler sind herzlich eingeladen, bei den Vorbereitungen auf dieses Turnier mitzumachen. Wichtigste Vorraussetzung: Begeisterung für naturwissenschaftliche Fragen und Bereitschaft für intensive Forschungsarbeiten außerhalb des Unterrichts. Interessenten können sich melden bei:
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| erstellt von Rudolf Lehn: rlehn@mathematik.uni-ulm.de | http://www.sfz-bw.de/ | |